[ÖH Blog] Brainfood

March 28, 2019

Die meisten kennen es…

Die anderen sind größtenteils nur ziemlich gut im Verdrängen…

Im Moment haben wir Studierende das Glück, dass es gerade noch weit weg ist.

Von was ist die Rede? – Natürlich vom Lernstress in der Klausurphase. Mehrere Klausuren in der Woche, man versucht zumindest mit aller Macht ein Fünkchen Privatleben zu haben und das Desaster ist fast vorprogrammiert.

Was kann einem in dieser,  (möglicherweise) etwas übertrieben dargestellten,  Phase nun helfen?

 

Brainfood!

 

(Zeitmanagement und Durchhaltevermögen gelten trotzdem noch als genauso wichtige Unterstützung für diese Phasen!)

 

Stets zutreffend: „Man ist, was man isst.“

 

 

Man muss nicht Ernährungswissenschaften studieren, um seine Ernährung etwas anpassen zu können. Ernährungswissenschaftlerin Frau Dr. Andrea Flemmer hat das bereits für uns erledigt und hat das Wichtigste in ihrem Buch „Nervennahrung – Das richtige Essen für starke Nerven und ein gutes Gedächtnis“ zusammengefasst und somit ein gutes Nachschlagewerk geschafften. Vor allem die Kapitel hinsichtlich Konzentrationsförderung, Lernleistung und Ernährung für erfolgreiche Prüfungen sind für uns Studierende interessant.

Damit ihr nicht das ganze Buch durchblättern müsst, was ich durchaus trotzdem empfehlen kann, ist hier einiges für euch zusammengefasst:

Brainfood oder Nervennahrung sind Lebensmittel, die dem Gehirn durch Zufuhr der richtigen Inhaltsstoffe Höchstleistungen ermöglichen, zudem den Blutzuckerspiegel konstant halten und dem Körper nicht zuviel Energie abverlangen durch die Verdauung.

 

Wichtig dabei ist, dass es nicht notwendig ist, hier auf exotische exportierte Nahrungsmittel zurückzugreifen, sondern, dass wir auch aus regionaler Erzeugung alles Notwendige in vielfältiger Weise finden.

 

Was gleich mal gesagt sei und wodurch vielleicht so mancher enttäuscht sein wird: Die angeborene Intelligenz kann man durch Brainfood leider auch nicht dauerhaft erhöhen. ABER die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit kann gesteigert werden!

 

Was sind nun Lebensmittel, die uns in der Prüfungsphase ins Händchen spielen?

Da sich Konzentrationsschwäche durch verschiedene Faktoren zeigt, fasse ich die zwei wahrscheinlich häufigsten hervor:

 

Bei Müdigkeit/Konzentrationsschwäche/Nervosität

  • Salat, Brokkoli

  • Kräuter, Milchprodukte,

  • Fisch und Fleisch (den deftigen Schweinsbraten sollte man als Brainfood trotzdem meiden)

  • Weizenkleie, Kakao, Banane

  • Sonnenblumenkerne, Sesam, Quinoa, Linsen,

  • Kürbiskerne und Haselnüsse, Walnüsse (Nüsse kennen wir ja vom Studentenfutter)

 

Diese paar Lebensmittel für kleinen Snack zu verwenden, kann das Gehirn schon mit vielen Nährstoffen versorgen, damit es wieder arbeiten kann. Das Gleiche gilt auch für die Lernleistung und den Lernerfolg.

Was esse ich von morgens bis Abends?

Fünf kleine Mahlzeiten am Tag sind am besten für eine gute Gehirnleistung!

 

Generell ist es zu empfehlen, dass in der Prüfungszeit gefrühstückt wird, somit erhält das Gehirn schon von Tagesbeginn an notwendige Inhaltsstoffe. Laut Buch schneiden „Frühstücker“ auch besser in den Prüfungen ab. Also – hier ein kleiner Tipp am Rande für unsere „Nicht-Frühstücker“ ;-)

Gut geeignet wären:

  • Joghurt (idealerweise Magerjoghurt) mit Haferflocken und Früchten

  • Vollkornbrot mit magerem Käse und Schinken und dünnem Topfenaufstrich

  • frisches Obst und Gemüse

 

Was im Buch auch erwähnt wird, ist, dass zu lange Pausen zwischen den Mahlzeiten nicht förderlich sind. Empfohlen wird daher sogar (Frühstücksliebhaber aufgepasst!) ein „zweites Frühstück“, also ein Snack am Vormittag, der in etwa so aussehen soll wie das Frühstück.

 

Am Nachmittag soll ebenfalls ein Snack in der Art eingeplant werden. Was wohl bei den meisten von uns schief läuft: Bei allen Mahlzeiten soll darauf geachtet werden, dass wir uns nicht zu vollstopfen.

Bei stark gefülltem Bauch muss zur Verdauung viel Blut in den Magen, was wir wieder in der Leistung erkennen. Daher möglichst in Ruhe und langsam essen, dann haben wir Zeit zu erkennen, wann wir genug haben.

 

Beim Mittagessen soll im besten Fall ebenfalls nicht zu deftig gekocht werden. Mageres Fleisch, Gemüse, Kartoffeln und Nudeln oder Reis sind gut geeignet. Von Schnitzel, Pommes, Sahnesoßen etc. wird abgeraten, da es die Gehirnleistung nicht anregt.

 

Das Abendessen soll zwischen 18-20 Uhr liegen und mindestens 4 Stunden vor dem Schlafengehen sein. Falls jemand danach noch arbeiten bzw. lernen muss, dann wird ein eiweißreiches Abendessen empfohlen. Steak oder Fisch, aber auch hier nicht zuviel, sodass der Magen nicht überlastet wird.

 

Tipp für die Prüfung

Falls eine Prüfung länger als eine Stunde dauern sollte, dann unbedingt ein Getränk und Trockenfrüchte, Nüsse oder Obst mitnehmen, die unterstützen das Denkvermögen. Zu Traubenzucker sollte eher erst die letzten 20 Minuten vor der Prüfung gegriffen werden, da der Zucker so schnell ins Blut übergeht, die Leistung aber auch schnell wieder sinkt.

 

 

Noch ein weiterer Tipp

Wer am Abend das Problem hat, aus welchen Gründen auch immer, nicht einschlafen zu können, für den lohnt es sich ein Glas warme Milch mit Honig zu richten. Das ist ein altbekanntes Mittel zum Einschlafen und wirkt entspannend, wodurch hoffentlich auch das Gehirn mal eine Pause macht und uns erholsam schlafen lässt. (Meine Oma schwört übrigens darauf!)

 

Das Wichtigste ist gesagt, falls ihr noch mehr Infos dazu sucht, könnt ihr euch gerne im oben erwähnten Buch (Amazon-Link) von Frau Dr. Andrea Flemmer näher informieren.

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