• Carina Dirtl

Weihnachtskekse, eine besinnliche Verführung

Aktualisiert: März 29


Wenn die Straßen von winterlichen Beleuchtungen erhellt werden und im Radio die Weihnachtslieder auf- und abgespielt werden, dann steht Weihnachten vor der Tür.

Allein der Gedanke an ein paar Weihnachtskekse lässt einem schon sprichwörtlich das Wasser um Mund zusammenlaufen. Mit den Hauptzutaten Butter, Mehl und Zucker bringen Weihnachtskekse allerdings die Alarmglocken bei gesundheitsbewussten Studierenden zu läuten.

Wie kann man die Weihnachtskekse ernährungsphysiologisch aufwerten?

Durch den Ersatz von Weißmehl mit Vollkornmehl kann der Ballaststoffgehalt der süßen Leckerbissen erhöht werden. Darüber erfreut sich vor allem unser Mikrobiom, denn die Darmbakterien ernähren sich davon. Diese unverdaulichen Nahrungsfragmente sättigen besser und führen zu einem langsameren Blutzuckeranstieg. Dies ist nicht nur für den Diabetiker sinnvoll. Diese Verzögerung hilft uns beim Vorbeugen von Heißhungerattacken. Um eine ideale sensorische Qualität zu gewährleisten, empfehle ich, je nach Rezept, ein Verhältnis von Weißmehl zu Vollkornmehl von 50:50. Achte beim Einkauf von Mehl auf die Bezeichnung „Vollkorn“, damit die maximale Dosis an Ballaststoffen, Vitaminen und Mineralstoffen im Einkaufswagen landet.

Keksrezepte auf Magazinen oder dem Internet enthalten oft eine große Menge an Zucker. Üblicherweise kann der Zuckeranteil um 1/3 reduziert werden. Das Resultat ist dennoch hervorragend.

Um die Denkleistung in Lernphasen zu verbessern, sollten Studierende besser zu Keksen mit Nüssen greifen. Die wertvollen Omega 3 und Omega 6 Fettsäuren, Vitamin E, B-Vitamine und auch der fettbedingte Energieschub helfen bei der Konzentration.

Probiere doch mal diese leckeren, einfachen und hochwertigen Rezepte!

Haferflocken-Knusperkekse

Zutaten:

  • 120 g Haferflocken großblättrig

  • 80 g Butter oder Margarine

  • 4 EL Zucker

  • 1 Ei

  • 50 g Vollkornmehl

  • 1 gestrichener TL Backpulver

  • Prise Salz, Zimt und Nelken

  • Gehackte Mandeln

Butter, Haferflocken und 1 EL Zucker in einer Pfanne bei mittlerer Hitze unter ständigem Rühren leicht anrösten. Die restlichen 3 EL Zucker mit dem Ei und einer Prise Salz, dem Zimt und Nelkenpulver dickschaumig rühren. Anschließend das mit Backpulver vermischte Mehl und die ausgekühlte Haferflockenmasse unterheben.

Die Masse 15 Minuten ziehen lassen. (Die Masse soll eher fest werden). Ein Backblech mit Backpapier auslegen und mit einem Teelöffel kleine Häufchen daraufsetzen. Mit gehackten Mandeln bestreuen. Bei 160 °C Umluft ca. 15 Minuten goldbraun backen.

Nuss-Dinkelkekse

Zutaten:

  • 300 g Dinkelvollkornmehl

  • 1 TL Backpulver

  • 150 g Butter oder Margarine

  • 80 g Staubzucker

  • 1 Ei

  • 60 g gemahlene Nüsse

  • 1 Prise Salz, Zimt, Zitronenschale

  • 1 EL Rum

  • Zum Bestreichen: 1 versprudeltes Ei

  • Zum Bestreuen: Mandelblättchen

  • Zum Füllen: Ribiselmarmelade

Alle Zutaten rasch zu einem Mürbteig verarbeiten und ca. ½ Stunde kühl rasten lassen. Den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ausrollen und beliebige Formen ausstechen. Die Hälfte der Kekse mit Ei bestreichen und mit Mandelblättchen bestreuen. Die Kekse auf ein vorbereitetes Backbleck legen und bei 180 °C Umluft zehn bis fünfzehn Minuten backen. Die Kekse sollten nicht zu stark gebräunt sein, da dies ein Indikator für einen hohen Acrylamidgehalt ist. Diese Substanz steht im Verdacht, das Erbgut zu verändern und Krebs zu erzeugen. Kekse mit Marmelade füllen.

Mehr Rezepte für hochwertige Weihnachtskekse findest du hier: https://www.ooegkk.at/cdscontent/load?contentid=10008.596388&version=1393239629

Auf alle Fälle gilt: Genuss ist ein Muss – selbst wenn ein wenig Fett und Zucker dabei ist. Genuss bedarf allerdings Achtsamkeit und Zeit. Nehmt euch also Zeit und genießt die Vorweihnachtszeit!

Julia Kimeswenger

Diätologin und Ernährungswissenschafterin

Abteilung Gesundheitsförderung & Prävention OÖGKK


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